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Geschenkideen für Autofahrer

Geschenkideen speziell für Bullifahrer stellen wir Euch jedes Jahr vor. In diesem Artikel von Auto-Medienportal fassen die Redakteure des Portals ihre Ideen für Autofahrer generell vor.

Wochenkalender „Girls & legendary US-Cars 2022“.

 ©Carlos Kella

Weihnachten steht vor der Tür: Es ist die Zeit der Besinnung, der Familien - und der Geschenke. Wer ein Präsent für einen Autoliebhaber sucht oder sich selbst beschenken möchte, für den gibt es reichlich Auswahl. Wir bei der Autoren-Union Mobilität haben uns Gedanken gemacht; hier sind unsere Empfehlungen zum Weihnachtsfest 2021. Eigentlich müsste für jeden etwas dabei sein.

Guido Borck: Ein Fahrsicherheitstraining unter dem Tannenbaum

Statt Buch oder Modellautos: Wie wäre es mit einem Fahrsicherheitstraining? Damit können die Fähigkeiten von Auto- und Motorradfahrern sowie Lkw-Lenkern perfektioniert werden. Plötzlich auftretende Hindernisse, Fahren auf Nässe, Schnee und Eis: Man kennt diese Gefahrensituationen, manche fürchten sie auch. Und deshalb ist ein Fahrsicherheitstraining ein ideales Mitbringsel für Anfänger und Profis am Steuer, selbst für Senioren.

Unter der Anleitung von kundigen Instruktoren lernen die Aspiranten in den Kursen, ihr Können zu verfeinern und die eigene Fahrweise auf Fahrbahnzustände abzustimmen. Ebenso wird das plötzliche Ausweichen vor Hindernissen bis hin zum richtigen Lenken und Bremsen trainiert. Es gibt Trainings für Auto- und Motorradfahrer, für Reisemobil- und Gespann-Piloten und für Berufskraftfahrer. Selbst Motorsport-Fans können ihre Kenntnisse bei Drift-Trainings oder auf der Rennstrecke noch deutlich verfeinern.

Veranstalter solcher Trainings sind oft Automobilclubs wie etwa der ADAC oder der AvD, Fahrzeughersteller bieten solche Kurse ebenfalls oft an. Die Kosten beginnen bei rund 150 Euro – je nach Art und Aufwand des Trainings. Viele der angebotenen Kurse werden außerdem von Berufsgenossenschaften oder Unfallkassen gefördert, die anschließend einen Teil der Kosten erstatten.

Michael Kirchberger: Erneuerung einer Legende

Seit nahezu 70 Jahren gilt der Land Rover Defender als ultimativer Geländewagen für beinahe alle Lebenslagen. Das hat sich mit dem gerade erschienen Nachfolger nicht geändert. Um diesem Anspruch literarisch gerecht zu werden, bedarf es schon eines schwergewichtigen Werkes, das wort- und bildgewaltig in die Vergangenheit blickt und die Entwicklung des neuen Defender hinreichend würdigt. Im Verlag Delius Klasing ist der 256 Seiten starke Wälzer „Der neue Land Rover Defender“ erschienen, 300 Abbildungen zeigen den Off-Roader in seiner ganzen Vielfalt. Und auch die Menschen, die dahinter standen.

Das Autorentrio Roger Crathorne, Matthias Pfannmüller und Boris Schmidt erweisen sich als profunde Kenner der Materie und berichten aus den eigenen Erfahrungen mit dem Landy. Crathorne war lange Jahre bei Land Rover beschäftigt und kam kaum einen Steinwurf von der Produktionsstätte des Originals in Solihull zu Welt. Der Land Rover wird beschrieben als Dienstwagen der Camel-Trophy-Abenteurer, als Jagdwagen der Royals oder einfach nur als Form, die der reinen Funktion folgt. Eine Pflichtlektüre für alle Autofans mit einem Faible für die Off-Road-Welt.

Roger Crathorne, Matthias Pfannmüller, Boris Schmidt: „Der neue Land Rover Defender“ (256 Seiten), Delius Klasing, 68 Euro.

Jens Meiners: Eine Verteidigung des Autofahrens

Wem das Autofahren noch Freude bereitet, bei dem schrillen angesichts der „Visionen“ die Alarmglocken: Autonomes Fahren, bei dem einem das Steuer aus der Hand genommen wird? Shared mobility – also kein Eigentum am Auto mehr? Politisch erzwungene Antriebskonzepte, die dem Fahren jede Spontaneität nehmen und für jede Reise intensive Planungsarbeit erfordern? Eines steht fest: Das Automobil steht seit langem unter Verdacht und Beschuss. Die individuelle Mobilität ist bedroht.

Wenn eine Branche nicht mehr in der Lage ist, ihre eigenen Produkte zu verteidigen, dann müssen die Philosophen einspringen. Zum Beispiel der Kalifornier Matthew Crawford, der mit seiner englischsprachigen Streitschrift „Why We Drive“ eine fulminante Verteidigung der Freiheit, des Risikos und der Eigenverantwortung vorgelegt hat. Er argumentiert, dass die zunehmend automatisierten Fahrzeuge der Gegenwart überhaupt erst die Ablenkungen erlauben, wegen derer wir nun komplett die Kontrolle abgeben sollen. Und er beklagt die drakonischen Strafen bar jeder Verhältnismäßigkeit, mit denen Autofahrer in ein übergriffiges Regelkorsett gezwängt werden sollen. Was bedeutet eine zunehmend maßlose Ideologie der „Sicherheit“ für unsere Gesellschaft? Hier wird Lesestoff zum Nachdenken geboten.

Matthew Crawford: „Why We Drive: Toward a Philosophy of the Open Road“ (368 Seiten), Harper Collins, 27,60 Euro.

Jens Riedel: Cars and Girls

Ein Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken sind Kalender. Davon gibt es auch für Fahrzeugfans jedes Jahr jede Menge – die Spannbreite reicht von übergeordneten Schwerpunkten wie Sportwagen, Traktoren oder Feuerwehrautos bis hin zu Markenkalendern mit Aufnahmen aktueller oder historischer Modelle. Eine besondere Mischung hat der Hamburger Fotograf Carlos Kella gefunden. Er kombiniert alle Jahre wieder in seinem Wochenkalender Frauen und alte US-Autos: 52-mal führt er automobile Klassiker aus über einem halben Jahrhundert mit Stars und Sternchen der internationalen Pin-up-, Vintage- und Burlesque-Szene zusammen.

Das Ergebnis sind auch in diesem Jahr wieder erstaunlich abwechslungsreiche Bilder. Das liegt nicht nur an so unterschiedlichen Autoraritäten wie einem LaSalle Meteor Flower Car oder einem 1937er Chevrolet Business Coupé. Auch die Fotomodelle stehen für eine große Bandbreite. Das reicht von züchtigen Vintagekleidern über Lack und Leder bis hin zu offenherzigen Posen in Dessous. Da ist für so gut wie jeden Geschmack etwas dabei. Und ob sich die Autos mit den Frauen oder die Frauen mit den Autos schmücken, liegt letztendlich im Auge des Betrachters oder der Betrachterin.

Carlos Kella: „Girls & legendary US-Cars 2022“ (limitierter und durchnummerierter Wochenkalender, Format 42x30,7 cm); Verlag Sway Books, 39,90 Euro.

Nicole Schwerdtmann-Freund: Straßenverkehr für Einsteiger

Der Band aus der „Was ist Was Junior“ – Reihe beschäftigt sich mit dem richtigen Verhalten im Straßenverkehr. Auf insgesamt 21 Seiten werden verschiedene Situationen beleuchtet. Dazu gehören unter anderem die Themen „Warum gibt es Verkehrsregeln?, „Was bedeuten die Verkehrszeichen?“ und „Wer regelt den Verkehr?. Das Buch richtet sich an die Altersklasse von vier bis sieben Jahre und ist im Tessloff Verlag erschienen. Der Preis liegt in Deutschland bei 12,95 Euro.
Das Buch ist ansprechend gestaltet, so dass es zu jeder dargestellten Situation einen erklärenden Text gibt. Mit Hilfe von Klappen wird dargestellt, wie sich die Situation weiterentwickelt und wie man sich dann verhalten muss. Das Buch ist empfehlenswert.

Christina Braun (Text), Dirk Henng (Illustrationen), Johannes Blendinger (Gestaltung Innenseiten), Martina Green, Ruth Koch (Gestaltung Umschlag) : „Was ist Was -Junior- Im Straßenverkehr“ (21 Seiten), Tessloff, 12,95 Euro.

Frank Wald: Cars and Crimes

Wie hätte Mafia-Boss Alphonse „Al“ Capone im Chicago der 1920er-Jahre ohne Autos seinen Alkoholschmuggel organisieren oder seine Widersacher in Drivethru-Schießereien ausschalten können? Was wäre aus Bonnie und Clyde geworden, wenn sie nicht in jedem US-Provinzkaff einen Ford V8 zum Flüchten gefunden hätten? Und wäre Rosemarie Nitribitt auch ohne ihren schwarzen Mercedes 190 SL so berühmt geworden?

Das Auto hat nicht nur die Welt verändert, sondern auch die Halbwelt, indem es den Verbrechern ganz neue Möglichkeiten eröffnete. Banküberfälle mit halsbrecherischen Verfolgungsjagden und Schmuggler-Touren zählten dabei ebenso wie Kidnapping oder Taximorde zu den neuen Delikten, die das Auto begünstigte. Anhand zwölf typischer Kriminalfälle aus der Zeit von 1930 bis 1985 schildert der Journalist und Autor Christian Steiger in seinem lesenswerten Buch „Cars and Crimes“, wie der Kraftwagen auf die schiefe Bahn geriet.

Christian Steiger: „Cars and Crimes. Von Al Capone bis Rosemarie Nitribitt“ (256 Seiten); Motorbuch-Verlag, 29,90 Euro.

Walther Wuttke: Das Buch zum Mercedes-Benz C 111

Der Mercedes-Benz C11 war, als er im September 1969 vorgestellt wurde, eine Sensation. Zum ersten Mal setzten die Stuttgarter in ihrem Supersportwagen einen Drei-Scheiben-Wankelmotor ein, der damals als Antrieb der Zukunft galt. Das sollte sich im Laufe der Entwicklungsarbeiten ändern, doch der C 111 blieb ein Traumwagen der Schönen und Reichen.

Angeblich erhielt Mercedes damals von entsprechend ausgestatteten Zeitgenossen Bestellungen mit beigefügten Blankoschecks. In der Automobil-Literatur allerdings führte der C 111 allerdings seltsamerweise ein Schattendasein. Während der 300 SL in kaum zählbaren Büchern verewigt wurde, fehlte bis heute eine umfassende Darstellung des bald zur automobilen Ikone beförderten C 111. Mit ihrem umfangreichen Buch schließen die Autoren Joachim Hack, Wolfgang Kalbhenn und Gerhard Heidbrink nun diese Lücke.

Umfangreicher lässt sich die Historie des Modells kaum darstellen. Das Trio stieg tief in die Archive und präsentieren auf 430 Seiten die wechselhafte Geschichte des Sportwagens, der trotz aller Versuche nie in eine Serienproduktion erreichte. Das lag nicht nur an den technischen Problemen des Wankelmotors, sondern auch an den Rahmenbedingungen der frühen 1970er Jahre. Der C 111 mutierte stattdessen zu einem rollenden Labor und Rekordwagen, der im italienischen Nardo zahlreiche Bestleistungen erreichte.

Am Ende bleib der vermeintliche neue „Silberpfeil“ nur die Rolle eines Markenbotschafters und Versuchsträgers, der auf den Automessen glänzte und dann von der Bildfläche verschwand. Es ist das Verdienst des Autoren-Trios, dieser automobilen Legende ein umfangreiches literarisches Denkmal geschaffen zu haben.

Wolfgang Kalbhenn, Gerhard Heidbrink, Joachim Hack: „Mercedes-Benz C 111 – Fackelträger, Traumsportwagen und Rekordjäger“ (430 Seiten); Motorbuch-Verlag, 69 Euro.

aum/red