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Staubilanz Sommer 2021: Es war wieder deutlich mehr los

In diesem Sommer gab es rund 60 Prozent mehr Staus auf deutschen Autobahnen als im Sommer 2020. Der ADAC hat seine Staubilanz gezogen.

 ©Th. Reinhardt Pixelio

Die Urlauber waren in diesem Sommer deutlich mehr auf den deutschen Autobahnen unterwegs als im Vorjahr. Der ADAC verzeichnete knapp 60 Prozent mehr Staus an den Reisewochenenden (Mitte Juni bis Mitte September). Auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 gab es mehr Verkehrsbehinderungen.

92.079 Staus zählte der ADAC in diesemn Sommer an den 13 Ferienwochenenden, im Vorjahr waren es 58.400 und im Jahr davor 60.100 Staus gewesen. Mehr Urlauber und auch mehr Baustellen haben zu den stark angestiegenen Zahlen beigetragen. In diesem Sommer gab es durchschnittlich 90 Baustellen mehr auf den Autobahnen (840) als 2020 (durchschnittlich 750).

Auch die Staulängen übertrafen das Vorjahr deutlich: 151.803 Kilometer Stillstand zählte der Automobilclub an den 13 Reisewochenenden, im Vorjahreszeitraum waren es rund 46 Prozent weniger (98.357 Kilometer). Insgesamt standen Autofahrer dabei über 2100 Tage oder 5,8 Jahre im Stau.

Das dichteste Gedränge herrschte am ersten September-Wochenende mit insgesamt 8263 Staus auf 14.267 Kilometern. In vier Bundesländern waren zu diesem Zeitpunkt noch Ferien. Das schöne Spätsommer-Wetter sorgte zusätzlich für viele Tagesausflügler.

Der staureichste Tag über die ganze Ferienzeit war, wie schon in den Jahren zuvor, der Freitag. An Sonnabenden und Sonntagen gab es insgesamt rund 24.700 Staus, an den Ferienfreitagen waren es mit knapp 42.600 rund 72 Prozent mehr. Auch der Tag mit den insgesamt meisten Staus war ein Freitag. Am 28. August zählte der ADAC 3646 Stück. Die stauträchtigste Autobahn war die A 7 mit 7792 Staus auf knapp 23.000 Kilometern. Es folgen die A 1 (6831 / 15.121 km) und die A 3 (6470 / 17.086 km).

aum