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Der Blumen-Bulli

Vor dem Schrottplatz gerettet wurde dieser T 2, der heute in Rielingshausen für Marketingzwecke eingesetzt ist. Am Rande der Straße zur Schillerstadt Marbach (Baden-Württemberg) wirbt er für den Obsthof der Familie Eisenmann.

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Die Eisenmanns, im Internet zu besuchen unter www.Obsthof-Eisenmann.de sind eine schwäbische Bauernfamilie, die heute in der dritten Generation eine stattliche Produktion heimischer Obst- und Beerensorten anbietet.
In ihrem Hofladen gibt es außerdem Antipasti, Käsespezialitäten kleiner Sennereien, Eier, Nudeln und Spätzle sowie Wein aus der Region.
In den Sommermonaten parkt der weitgehend ausgeschlachtete und ziemlich rostgeplagte Bulli vor einem riesigen Feld mit Gladiolen, Astern und Sonnenblumen.

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Hinter dem Beifahrersitz wurde ein massives Eisenrohr an einen Stahlträger geschweißt, der zudem unter dem Fahrzeugboden mit einem Betonklotz beschwert ist.
Das ist die Kasse, in der ehrliche Menschen ihren Obolus einwerfen – pro Schnittblume 70 Cent, ab fünf Stück kosten sie nur 50 Cent.
Wie wär’s, mal kurz hinzufahren, um der Liebsten einen Arm voller Gladiolen zu schneiden???  Der Uralt-Bulli würde sich bestimmt über Kontakte mit Bulli-Freunden freuen…

Ernst Bauer