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Der LED-Bus

Axel Engmann, Teilnehmern des Forums von VW-Bulli.de auch als Moderator unter dem Nickname xlspecial bekannt, ist ein begeisterter VW-Bus-Tuner. Lesen Sie hier, was er alles mit seinem T4 angestellt hat - von der Innenausstattung bis hin zu den aufwendigen LED-Einbauten.

T4 Trapo Kombi (75KW TDI, EZ 12/99) bei der Anschaffung 2004. Foto: Axel Engmann

2004 kaufte ich mir einen indienblauen T4 Trapo Kombi (75KW TDI, EZ 12/99), der ziemlich langweilig, weil standardisiert aussah.

Die einzigen seit der Herstellung vorgenommenen Veränderungen waren die schwarz getönten Scheiben. Lediglich die schwarzen VW-Zeichen wurden noch am Kauftag von mir angebracht.

Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Weiße Blinkergläser vorne sowie Kamei-Scheinwerferblenden gehörten zu den ersten optischen Tuning-Maßnahmen. Es folgten rot-graue Rückleuchten sowie LED-Seitenmarkierungsleuchten.

Diese Bettkonstruktion nutzt die umgeklappte hintere Sitzbank als Auflage. Foto: Axel Engmann

Und auch im Innenraum sollte sich einiges ändern: Im Fahrgastraum zog Laminat als Bodenbelag ein und die Wände und der Himmel wurden mit Bitumen gedämmt, um den Lärmpegel deutlich zu reduzieren.

Die Transporter-Innenverkleidungen erhielten einen Teppichbezug und ein selbstgebauter Tisch sowie ein kleiner Schrank fügten sich in den Innenraum ein.

Außerdem baute ich eine Bettkonstruktion ein, da der Bus auch zum Schlafen genutzt werden sollte. Diese Konstruktion nutzt die umgeklappte hintere Sitzbank als Auflage und liegt zusammengeklappt platzsparend hinter der Rückenlehne. Der Vorteil gegenüber einer Multivan-Klappbank: viel Stauraum unter dem Bett.

Der Tacho bekam Chromringe. Foto: Axel Engmann

Nachdem nun die wichtigsten elementaren Einbauten erfolgt waren, konnte es mit dem optischem Tuning des Innenraums weitergehen. Im vorderen Bereich zog ein PVC-Bodenbelag mit Riffelblech-Optik ein. Die Türpins wurden durch selbstgedrehte Alu-Pins ersetzt.

Eine selbstgebaute Mittelkonsole wurde eingebaut, die Vordersitze erhielten Armlehnen und der Tacho bekam Chromringe. Da gerade alle Verkleidungen abgebaut waren, wurde auch der Tempomat-Hebel gleich mit eingebaut.

Dann fing die Spielerei erst richtig an: Auf einem kleinen, gemütlichen Bustreffen zu Hause bei unserem LED-Papst wurde ich von der Faszination dieser kleinen leuchtenden Dinger ergriffen und fortan betrachte ich es als meine Aufgabe, möglichst viele davon in meinem Bus unterzubringen.

Umschaltbare Beleuchtung der Türgriffe: Rot, Blau, Rot, Blau... Foto: Axel Engmann

Angefangen habe ich mit kleineren Sachen. Zunächst bastelte ich eine Schaltzentrale ins Armaturenbrett. Danach waren eine Türflankenbeleuchtung und
eine Ausstiegsbeleuchtung an der Reihe.

Türgriff- und Fußraumbeleuchtung folgten. Die Türgriffbeleuchtung lässt sich umschalten, entweder oben rot und unten blau oder andersherum. Außerdem leuchtet sie beim Lichtausschalten nach. Die Fußraumbeleuchtung kommt durch den silbernen Bodenbelag erst richtig zur Geltung.

Es folgten die Innenleuchten (vorne mit Ambiente-Beleuchtung) sowie die Trittstufen. An der Schiebetür wurde dabei auch gleich die fehlende Ausstiegsbeleuchtung nachgerüstet. Die kleinen hinteren Innenleuchten stellten eine kleine Herausforderung dar.

Sternenhimmel in Rot und Blau. Foto: Axel Engmann

Und dann kam das absolute Highlight: Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, einen Sternenhimmel haben zu wollen. Also wurde der gesamte hintere Himmel
ausgebaut, lackiert und mit 60 Fünf-Millimeter-Löchern versehen. Und nach vielen Stunden der nächtlichen Löterei inklusive Finger verbrennen war das Werk endlich vollbracht: ein Sternenhimmel in Rot und Blau.

Es kamen mit der Zeit noch viele weitere LED-Einbauten wie unter anderem Kofferraum-Beleuchtung, Mittelkonsolen-Beleuchtung, Handschuhfach- und
Aschenbecher-Beleuchtung hinzu. Außen folgten noch Standlicht in den Blinkern sowie eine Treffen-Show-Beleuchtung, die aus blauen LEDs in den
Blinkern, blauer Hintergrundbeleuchtung im Kühlergrill und Farbwechsel-LEDs im mittlerweile verbauten Heckklappenaufsatz besteht.

Im Außenbereich gab es dann noch diverse Maßnahmen zur Verschönerung. Foto: Axel Engmann

In Planung ist momentan die UV-Beleuchtung eines fluoreszierenden Smarts hinter den Ansaugschlitzen im rechten Kotflügel (Motto: Kleinwagen vom Ansaugbereich fernhalten) sowie eine Erweiterung der Innenbeleuchtung. Aktuell sind 300 LEDs im Bus verbaut und ich bin zuversichtlich, dass es noch mehr werden.

Im Außenbereich gab es dann noch diverse Verschönerungsmaßnahmen wie rot-weiße Klarglasrückleuchten, lackierte Stoßstangen, schwarze Fensterstege, Edelstahl-Schwellerrohre und Autec-Felgen mit Reifen in der Größe 225/55/16.

Ein gutes Auto ist wie eine Eisenbahnanlage: Es wird nie fertig. Und falls doch, dann wird es verkauft und ein neues angefangen.

Weitere Fotos von Axel Engmanns Umbau-Maßnahmen können Sie sich in unserer Bildergalerie sowie auf seiner privaten Webseite http://www.xlspecial.de ansehen.

Axel Engmann