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6. Treffen in Hessisch Oldendorf - Der Bericht

Alle vier Jahre wird der kleine Ort Hessisch Oldendorf im Weserbergland zum Mekka für VW-Enthusiasten aus aller Herren Länder. Gemeinsam mit einem ganzen Heer freiwilliger Helfer richtet die Familie Grundmann, Besitzer einer der größten privaten VW-Sammlungen, das Volkswagen-Veteranentreffen aus. Markus Schumacher und Bert Maecker berichten.

 ©Bert Maecker

Markus Schumacher: Teilnehmen dürfen nur Fahrzeuge, die bis 1957 (Käfer) bzw. 1967 (Bullis, Karmann Ghia und VW-Chassis mit Sonderaufbauten) gebaut wurden. Selbst ein Transporter der zweiten Generation gilt an diesem Wochenende also fast als „Neuwagen“.

 ©Bert Maecker

Rund 1400 Teilnehmer mit über 800 Fahrzeugen waren in diesem Jahr erschienen und präsentierten ihre automobilen Kostbarkeiten in der gesamten Stadt. Zusätzlich unterstützte auch Volkswagen die Veranstaltung mit vielen Exponaten aus den Abteilungen VW-Classic, VW-Nutzfahrzeuge-Oldtimer, dem Automuseum oder der Autostadt. Hier geht es zu unserer umfangreichen Bildergalerie.

Die Teilnehmer des Treffens kamen aus dem gesamten europäischen Ausland, aber auch aus Übersee (z.B. USA, Indonesien, Australien) waren Gäste zum Treffen angereist. Länderkennzeichen aus mehr als 40 Nationen wurden an den Fahrzeughecks gesichtet. Neben Exponaten aus allen europäischen Nachbarländern fanden sich auch unzählige Oldtimer aus Großbritannien und Skandinavien.

 ©Bert Maecker

Über ein ganzes Wochenende bot sich in Hessisch Oldendorf ein grandioses Bild. Nicht nur, dass sich auf ganzen Straßenzügen ein VW-Oldtimer an den nächsten reihte, auch die ortsansässigen Einzelhändler trugen zum stimmigen Gesamtbild bei. Kaum ein Schaufenster, das nicht mit VW-Motiven, Modellfahrzeugen oder Ähnlichem dekoriert worden war. Die gesamte Innenstadt war für den Autoverkehr gesperrt – nur die angemeldeten Veteranen durften einfahren und so hatten die unzähligen Besucher Gelegenheit, alle Ausstellungsstücke zu bestaunen. Nach vorsichtigen Schätzungen der Veranstalter dürften während des Treffens weit mehr als 20.000 Besucher vor Ort gewesen sein.

 ©Bert Maecker

Für die Teilnehmer des Treffens bot sich ein gut organisiertes Programm. Neben einem Galaabend in der Stadthalle genossen sie vor allem die große Ausfahrt bei bestem Wetter am Samstagnachmittag. Einer der Höhepunkt war dabei die Möglichkeit für Schwimmwagenbesitzer, in der Weser einzubooten und die Wagen im nassen Element zu bewegen. Nicht unerwähnt bleiben soll hier das soziale Engagement der Veranstalter: Gegen eine Spende wurde den Besuchern des Treffens eine Mitfahrt im Schwimmwagen angeboten (natürlich mit Rettungsweste). Rund  € 2000,- kamen so für einen guten Zweck zusammen. Mit dieser Aktion wollten sich die Veranstalter deutlich vom Rechtsextremismus distanzieren und zeigen, dass auch mit Fahrzeugen, die einmal militärisch genutzt wurden, Gutes getan werden kann.

Während der Tage des Veteranentreffens bot Hessisch Oldendorf für alle Besucher ein buntes Programm. Unzählige Verpflegungs- und Getränkestände sorgten für das leibliche Wohl, Musik an jeder Ecke und eben bestes Wetter machten die Tage wirklich zu einem perfekten Erlebnis.

Für alle, denen die Fahrzeuge in der Stadt noch nicht genug waren, bot die Familie Grundmann Führungen durch die eigene Sammlung an. Allein hierfür wurden über 900 Tickets vergeben. Dass natürlich auch das ebenfalls in Hessisch Oldendorf gelegene Bulli-Museum der IG-T2 an diesem Wochenende öffnete, war fast selbstverständlich. Auch hier wurde ein dauerhafter Besucheransturm registriert und eine unermüdliche Schar von freiwilligen Helfern war nicht müde, durch das Museum zu führen und zu den einzelnen Exponaten der Fahrzeugsammlung Rede und Antwort zu stehen. Die kleinen Besucher machten derweil regen Gebrauch von der großen VW-Hüpf- und Kletterburg, die vor dem Museum aufgebaut worden war.

 ©Bert Maecker

Am späteren Abend wurde im Museum der ebenfalls gut besuchte Bildvortrag „Durch die Wüsten Libyens mit dem T2“ präsentiert.
Weiteres Highlight des Veteranentreffens war sicherlich auch der nur für dieses Wochenende ausgewiesene Campingplatz. Weit mehr als 1000 Camper wurden hier gezählt.

 ©Bert Maecker

Und zu guter Letzt durfte natürlich auch in Hessisch Oldendorf eins nicht fehlen: ein großer Teilemarkt. Nicht nur die Grünanlagen des Ortes, auch verschiedene Scheunen und Plätze mussten hierfür herhalten. So war dann auch das Angebot komplett und reichhaltig. Egal ob auf der Jagd nach seltenen Ersatzteilen oder bei der Suche nach VW-Accessoires und Fan-Artikeln wurde jeder fündig.

Und zu guter Letzt durfte natürlich auch in Hessisch Oldendorf eins nicht fehlen: ein großer Teilemarkt. Nicht nur die Grünanlagen des Ortes, auch verschiedene Scheunen und Plätze mussten hierfür herhalten. So war dann auch das Angebot komplett und reichhaltig. Egal ob auf der Jagd nach seltenen Ersatzteilen oder bei der Suche nach VW-Accessoires und Fan-Artikeln wurde jeder fündig.

Für das Engagement bei der Ausrichtung und die zweijährige Vorbereitung des Treffens darf man den Ausrichtern danken und gratulieren. Es wäre toll, wenn trotz aller Anstrengungen auch in zwei Jahren wieder die Vorbereitungen beginnen würden und wir uns auf ein neues Veteranentreffen 2017 freuen dürfen!

Hier geht es zu unserer umfangreichen Bildergalerie.

Markus Schumacher

Auch VW-Bulli.de-Teammitglied Bert Maecker war vor Ort. Hier seine Eindrücke:

 ©Bert Maecker

Am Freitagnachmittag fuhr ich zum „6. internationalen VW Veteranentreffen in Hessisch Oldendorf“. Ich hatte mich dort mit Freunden verabredet um gemeinsam das Treffen zu besichtigen.

 ©Bert Maecker

Übernachtet haben auf dem Parkplatz vom Bullimuseum der IG T2, die in Hessisch Oldendorf in einer alten Zuckerfabrik ein Museum für VW-Bullis aufbauen. Die Leute die dort aktiv sind, haben bislang hervorragendes geleistet, stehen aber noch vor einem riesen Berg von Arbeit, da das Mammutprojekt noch viel Geld kosten wird, bürokratische Hürden zu nehmen sind und vor allen Dingen noch viele helfende Hände benötigt.

 ©Bert Maecker

Nachdem ich mir das Gebäude angeschaut habe und interessante Gespräche mit einigen Mitgliedern hinsichtlich der Entwicklung und Ziele der Sanierung des Museumsgebäudes, geführt habe, widmete ich mich meinem eingenen Vorhaben, mir das Treffen im Stadtzentrum anzuschauen.

 ©Bert Maecker

Mein erster Eindruck von der Kleinstadt Hessisch Oldendorf war, dass die kleine hübsche Stadt mit seinem  historischen Stadtzentrum, einfach nur brechend voll mit alten Autos (über 800 angemeldete Fahrzeuge ab Jahrgang 1940 bis 1967) und Menschen gewesen ist. Einfach unglaublich.

 ©Bert Maecker

Ich begab mich direkt ins abgesperrte Zentrum und traf auf dem Stand von VW-Nutzfahrzeuge alte Bekannte. Nach kurzem Small Talk begab ich mich weiter ins Menschengetümmel. Was ich ab jetzt erlebte, kann ich nur so formulieren. Es war einfach unglaublich und schön, so viele tolle und alte VW-Bullis, Käfer, Hebmüller Käfer, Käfer vom Rometsch Karrosseriebau, VW Schwimmwagen,  KDF-Käfer und Kübelwagen aus dem II. Weltkrieg, einige mir nicht bekannte Prototypen und vor allem einige Original Erstkäfer Exponate aus dem VW-Classics Museum zu bestaunen. Es kamen zu diesem besonderen Spektakel VW-Liebhaber mit Ihren Autos aus ca. 41 Ländern. Die am weitest angereisten Teilnehmer dieses exklusiven Treffens, kamen aus Indonesien und Amerika. Das ist ja ein Zeichen, welchen Stellenwert dieses Veteranentreffen international hat.

In der Burg von Münchhausen, die sich am Rande des Stadtkerns befindet, fand zudem auch noch ein Teileflohmarkt statt, inkl. zahlreicher Stände, um Durst und Hunger zu stillen.

Es war ein hochinteressantes und eines der schönsten Treffen, das ich bislang erleben durfte. Hier geht es zu unserer umfangreichen Bildergalerie.

Bert Maecker

Markus Schumacher, Bert Maecker