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Sina und Ole - "Die Dame mit dem T3" stellt sich vor

Sina Buck träumte schon als junge Teenagerin davon, in einem Bulli die Welt zu bereisen. Mit 22 Jahren klappte es dann. Und in nur einem guten Jahr hat sie mit ihrem "Ole" sehr viel erleben dürfen.

Sina und Ole im Sommer 2019 in Kroatien.

 ©Mona Rust

Hallo Bulli-Freunde!

Die Liebe zu den Bullis hat sich bei mir schon echt früh entwickelt. Schon mit etwa 13 Jahren, als ich in den Oldtimerbüchern meines Vaters stöberte und einen T1 entdeckte, stand für mich fest: Das ist mein Traum – mit dem eigenen Bulli die Welt bereisen.

Dass sich dieser Traum für mich schon mit 22 erfüllen würde, war mir damals aber noch nicht bewusst.

Als mir mein Vater das Bild von dem braunen T3 (Baujahr 1988) mit Totalschaden und den Worten "Ist der Traum vom eigenen Bulli noch aktuell?" schickte, war’s mir aber direkt klar. Das ist Ole und wir haben eine super Zeit vor uns.

Also löste ich, um meinen Traum zu verwirklichen, mein Erspartes auf und um die Reparaturen kümmert sich, als Kfz-Mechatroniker, mein Vater.

 ©Mona Rust

Als Ole dann im Sommer 2018 fahrbereit war, ging es erst einmal an den Bodensee und später nach Slowenien.

Diesen Sommer bin ich mit ihm und einer guten Freundin über Kroatien und Bosnien nach Montenegro gefahren. Über 3000 Kilometer Strecke haben wir zurückgelegt und dabei unfassbar viel erlebt.

Wir sahen Landschaften, die wir ohne den Bulli niemals zu sehen bekommen hätten, aber genossen auch jedes Mal Oles Anblick, wenn wir auf ihn zuliefen.

Wir kamen mit Menschen in Kontakt, die wir ohne VW Bus wahrscheinlich nicht kennengelernt hätten, aber waren auch immer wieder froh, es uns auf der Rückbank zu zweit gemütlich machen zu können.

Blick ins "Ben & Jerrys- Mitfahrerbuch".

 ©Mona Rust

Wir sind "Straßen" gefahren, die Ole wohl besser erspart geblieben wären und bevorzugten auf Autobahnen die Überholspur.

Trotz Regen und Gewitter haben wir mit offener Heckklappe direkt an der Küste Kroatiens geschlafen und haben tagsüber in der Hängematte die Sonne genossen.

Wir fuhren an zahlreichen geplatzten Reifen und rauchenden Autos vorbei, doch Ole hat uns trotz des fehlenden Gebläses und lockerer Außenspiegel nicht im Stich gelassen und nach drei Wochen wieder sicher nach Hause gebracht.

Wenn ich mir überlege, was ich als "Dame mit dem T3" (wie ich im Urlaub genannt wurde) in nur einem Jahr bereits erleben durfte, dann bin ich mehr als gespannt darauf, was die kommenden Jahre mit sich bringen werden. Wie viele Hitchhiker sich noch in meinem "Ben & Jerrys- Mitfahrerbuch" verewigen, wie viele CDs aus verschiedenen Ländern noch gesammelt und wie viele Umbaumaßnahmen noch umgesetzt werden, wird wohl nur die Zukunft zeigen.

Und ich freu mich drauf - gemeinsam mit dem "ollen Ole"!

von Gerhard Mauerer