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VWN investiert Milliarden in die Zukunft der Marke

Die Autoindustrie befindet sich im Wandel - auch Volkswagen Nutzfahrzeuge macht sich fit für die automoble Zukunft. Die Marke hat nun hohe Investitionen angekündigt.

Der Vorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge vor dem T6.1, ID Buzz Cargo  und dem Moia auf e-Crafter-Basis.

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Auf Basis eines starken Geschäftsjahres 2018 stellt Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die Weichen für die Zukunft der Marke. Die Strategie "GRIP 2025+" soll den Wandel beschreiben: mit neuen Produkten, mit dem Umbau der Werke, mit der Entwicklung neuer Mobilitätsdienste. Thomas Sedran, Vorsitzender des Markenvorstands VWN, sagt: „Wir können den Wandel an der Spitze unserer Industrie gestalten, weil wir finanziell stark sind und die Synergien aus dem Konzern nutzen. Mit unserer neuen Strategie verfolgen wir einen klaren Plan und erhöhen das Tempo deutlich. Wir entwickeln uns vom reinen Autohersteller zum Mobilitätsanbieter. Dafür investieren wir allein in diesem Jahr mehr als 1,8 Milliarden Euro.“

VWN hat im Geschäftsjahr 2018 unter schwierigen Rahmenbedingungen das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Die Umsatzerlöse lagen mit 11,9 Milliarden. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Das Operative Ergebnis ging leicht auf 780 Millionen Euro zurück, nach 853 Millionen Euro im Vorjahr. Belastend wirkten laut Mitteilung "höhere Vorleistungen für neue Produkte, negative Wechselkurseffekte und die Auswirkungen des neuen Testverfahrens WLTP". Mit rund 500.000 ausgelieferten Fahrzeugen hat VWN das Vorjahresergebnis übertroffen – und damit seine Position als führender Hersteller von leichten Nutzfahrzeugen in Europa unterstrichen.

Für das laufende Jahr erwartet die Marke Auslieferungen mindestens auf dem Niveau des Vorjahres, "und das bei einem weiter sehr herausfordernden Umfeld". Gleichzeitig soll "2019 ein entscheidendes Jahr des Aufbruchs für VWN" werden. Unter dem Motto „We transport success“ soll die Strategie GRIP 2025+ die Antworten auf die wesentlichen Herausforderungen der Branche geben: Klimaschutz, Digitalisierung, neue Mobilitätsdienste und autonomes Fahren. Dabei bleiben maßgeschneiderte Angebote für Gewerbekunden und emotionale Fahrzeuge für Familie und Freizeit ein wichtiges Kerngeschäft der Marke. Sie werden aber zunehmend ergänzt um innovative Mobilitäts- und Transportdienste.

VWN-Chef Thomas Sedran vor dem ID Buzz Cargo: "Sinnbild für die Zukunft der Marke."

 ©Volkswagen Nutzfahrzeuge

Zu diesem Zweck wird die konzernweite Entwicklung für das autonome Fahren in Hannover gebündelt. Alexander Hitzinger, neuer Entwicklungsvorstand der Marke, hat diese Aufgabe für die gesamte Volkswagen-Gruppe übernommen. Für den Aufbau von neuen Mobilitätsdiensten nutzt VWN zudem das Know-how von MOIA. Die Volkswagen Tochter startet nach erfolgreichen Tests in Hannover jetzt den Betrieb in Hamburg mit vollelektrischen Shuttle-Bussen auf Crafter-Basis.

Die geplante Zusammenarbeit mit dem neuen Kooperationspartner Ford soll die Wettbewerbsposition von VWN zusätzlich stärken. Die beiden Hersteller ergänzen sich in ihren regionalen Stärken und mit ihren Produkten. Die ersten Verträge sind geschlossen – unter anderem der „Entwicklungsvertrag Pickup“ für die Nachfolge des Amarok. Perspektivisch ergeben sich weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit: zum Beispiel bei zusätzlichen Fahrzeugprojekten, beim autonomen Fahren oder bei der gemeinsamen Nutzung von E-Mobilitäts-Plattformen.

Sichtbarstes Zeichen für den Start von VWN ins Elektro-Zeitalter ist ab 2022 der ID. BUZZ, der in Hannover produziert wird. Er ist die vollelektrische Version der legendären T-Reihe. „Der ID. BUZZ ist sicher das wichtigste Produkt der kommenden Jahre“, so Thomas Sedran. „Er ist zugleich das Sinnbild für die Zukunft der Marke: emissionsfrei, extrem innovativ und sehr emotional. Auch der Bulli für die nächste Generation kommt aus unserem Stammwerk. Love is back!“

von Gerhard Mauerer